Erschaffung des Menschen – vor manchen uebrigen Geschoepfen bevorzugt Sure17.71- Ebenbild Gottes 1.Mose1.27

Zur Einführung eine Leserzuschrift zu „Das Buch der Mitte:

F. Liechti, 30.01.2015
Mangalwadi zeigt in seinem Buch „Das Buch der Mitte“ auf, in welche positive Richtung die Werte und Grundhaltungen der Bibel die westliche Kultur geprägt hat. Schon allein der biblische Wert der Menschenwürde und die Natur als Gottes Schöpfung hatten eine grosse Wirkung auf die Entwicklung von Technik und Bildung.

Diese grundsätzliche Aussage ist Anlass für mich, in Bibel und Koran nachzuschauen, welche Würde und Aufgabe der Mensch von seinem Schöpfer bekommen hat und wie die Beziehung zwischen beiden ist.

1.) Erschaffung des Menschen:

  • Koran: Der Mensch wurde aus reinstem Lehm geschaffen. Er wurde vor manchen übrigen Geschöpfen bevorzugt. Der Mensch ist also mit anderen Tieren vergleichbar, aber er ist bevorzugt. Unter dieser Bevorzugung verstehe ich zusätzliche Fähigkeiten und Gaben, aber auch eine höhere Position als andere Geschöpfe. Dazu gehört der Auftrag zu den Engeln: „Fallt vor Adam nieder!“
  • Bibel: Bei der Erschaffung des Menschen gibt es zwei Aspekte:
    1.) eine körperliche Natur:  Gott bildete den Menschen, aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens.
    2.) eine geistlich, göttliche Natur: Die Menschen sind nach dem Bild Gottes, ihm ähnlich gemacht.

Die körperlich, physische Erschaffung des Menschen sind im Koran und der Bibel vergleichbar, aber das, was das Menschsein ausmacht ist nicht vergleichbar.

Im Koran bleibt die Besonderheit der Menschen in irdischen Auszeichnungen und Bevorzugungen.
o Allah hat ihn die Namen der Tiere (allen Seins) gelehrt.
o Er hat eine Autorität, so dass andere (die Engel) vor ihm niederknieen müssen. Das ist eine Form der Anbetung.

In der Bibel ist die Besonderheit der Menschen, dass er nach dem Bild Gottes geschaffen ist, ihm ähnlich.
o Gott hat den Menschen beauftragt den Tieren Namen zu geben. Da die Namen etwas über das Wesen aussagen, bedeutet dieser Auftrag, eine göttliche Vollmacht und die Gabe, die Schöpfung weiter zu gestalten.
o Er kann nicht die Autorität haben, dass jemand vor ihm niederknieen muss, denn er ist Gott ähnlich, nicht Gott gleich.
Anbetung gebührt nur dem einzigen Gott, der war, der ist und der sein wird. Wer sich anbeten lässt, hat sich von der Autorität Gottes gelöst, er hat sich zu einem Götzen gemacht, vergänglich, vielleicht eine Leuchtrakete, die keine bleibende Kraft hat und vergehen muss.

2.) Verhältnis des Menschen zu seinem Schöpfer:

  • Koran: Die Menschen sind dazu bestimmt Diener Allahs zu sein. Er wählt seine Diener nach  Gefallen. Jesus ist nach dem Koran auch nur ein Diener. Ein guter Diener zeichnet sich durch seinen Gehorsam aus. Zum Gehorsam zählt, die Einhaltung der 5 Säulen des Islam.

1 Das Glaubensbekenntnis                                            2. Das Gebet
3.  Zakat geben (Unterstützung der Bedürftigen):   4. Fasten im Monat Ramadhan:
5. Pilgerfahrt nach Makkah:

  • Bibel: Von Anfang an sucht Gott eine persönliche Verbindung zu den Menschen. Schon im Paradies ruft er sie.
    Durch denSündenfall trennten sich die Menschen von Gott, sie wurden schuldig und verdienten den Tod. Gott gab ihnen das Gesetz.
    Der von Gott getrennte Mensch kann das Gesetz nicht einhalten, um so wieder ungehinderten Zugang zu Gott zu bekommen.
    Aber da die Menschen Gottes Geschöpfe nach seinem Ebenbild sind, liebt er sie unverändert. Da die Sünde unausweichlich den Tod verdient und Gott gerecht ist, sandte er Jesus seinen Sohn um alle Sünden zu tragen und dafür am Kreuz zu sterben.
    Wer Jesus anerkennt und seinen Tod für den Tod, den er selbst verdient hat annimmt, für den gilt:
    Also bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott.
      o Ein Sklave muss einfach dienen und nur tun, was sein Herr befiehlt.
    o Ein Sohn hat Anteil am Reichtum seines Vaters und er hat die Autorität und Macht, Dinge zu bewegen oder so zu ändern, dass das Reich seines Vaters ausgebreitet und weitergeführt wird.

3.) Ziel des Menschen im Paradies:

  • Koran: Das Paradies, es hat wunderbare Gärten und es sind viele Jungfrauen dort.
    Die Frage, warum der Mennsch geschaffen wurde bleibt unklar. Ist der Mensch nur ein Spielzeug, das nach einer gewissen Zeit seinen Dienst getan hat und im Paradies einfach abgelegt wird?  Wozu?
  • Bibel:   o Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;
    o das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen
    o Siehe, ich mache alles neu.
    Die Frage, warum der Mennsch geschaffen wurde, wird beantwortet. Das was der Mensch am Anfang im Paradies geschmeckt hat und durch seine Sünde verloren hat, wird wieder in Vollendung neu hergestellt.
    o Und der Mensch wird nicht in einem üpigen, aber selbstgefälligen und darum leeren Leben allein gelassen.
    o Jesus ist schon als erstgeborener Sohn in die Gemeinschaft seines Vaters eingegangen.
    Weil der durch Jesus errettete Mensch auch als Sohn Gottes angenommen ist, wird er in diese göttliche Gemeinschaft aufgenommen. Wie diese Gemeinschaft aussehen wird, können wir jetzt nicht fassen. Aber soviel wissen wir, es wird eine ewige, wahre und vollkommene Anbetung geben.
    o Wahre Anbetung ist kein Hochpeitschen der Gefühle oder eine nichtaufhörende  Extase.
    o Wahre Anbetung ist ein Liebesfluss von unserem Geist zum Geist Gottes, der wie eine lebendige Quelle nie versiegt.

Warum bin ich erschaffen?
Warum lebe ich?
Auf diese Frage sollte jeder seine eigene Antwort finden.
Für mich ist sie beantwortet.
Hast du deine Antwort schon gefunden?
Wenn dir diese Gedanken nicht helfen, deine Antwort zu finden,
dann suche weitert,
Hör nicht auf zu suchen, bis du deine Antwort gefunden hast.


—– Koran ——–

Sure 2 [31] Dann sprach dein Herr zu den Engeln: „Ich will auf Erden einen Statthalter (den Menschen) setzen.“ Sie antworteten: „Willst du dort einen einsetzen, der zerstörend wütet und Blut vergießt? Wir aber singen dir Lob und heiligen dich.“ Er aber erwiderte: „Ich weiß, was ihr nicht wisst.“
[32] Daraufhin lehrte er Adam die Namen von allem Sein, zeigte alles den Engeln und sprach: „Nennet mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr recht habt!“
[33] Sie antworteten: „Lob dir! Wir wissen nur das, was du uns gelehrt hast, denn du nur bist der Allwissende und Allweise!“
[34] Dann sprach er: „Adam, verkünde du ihnen die Namen!“ Als dieser sie genannt hatte, fuhr er fort: „Habe ich euch nicht gesagt, dass ich die Geheimnisse der Himmel und der Erde kenne und weiß, was ihr bekennt und was ihr verheimlicht.“
[35] Darauf sagten wir zu den Engeln: „Fallt vor Adam nieder!“ Und sie taten es; nur Iblis  , der hochmütige Teufel, weigerte sich: Er war einer der Ungläubigen.
[36] Wir sprachen sodann: „Adam, du und dein Weib, bewohnt den Garten des Paradieses und esst, was ihr wollt. Nur diesem Baume naht euch nicht, sonst werdet ihr Sünder!“

Sure 2 [89] Die Juden sagten-. „Unsere Herzen sind (unbeschnitten) unberührt.“ Aber Allah hat sie ihres Unglaubens wegen verflucht, nur wenige glaubten wenig.
[90] Als nun diese Schrift (der Koran) ihnen von Allah gegeben worden war, welche die frühere bestätigte, und obgleich sie früher um Beistand gegen die Ungläubigen inbrünstig gebetet hatten, wollten sie jetzt diese Schrift, als sie kundgetan war, leugnen. Allahs Fluch daher auf diese Ungläubigen!
[91] Für nichts haben sie ihre Seelen verkauft: Sie leugnen die Offenbarung Allahs nur aus Neid darüber, dass Allah seine Diener nach Gefallen wählt 21 und diesen sich in seiner Huld offenbart. Zorn auf Zorn kommt so über sie. Schmähliche Strafe trifft die Ungläubigen.

Sure 4 [172] Es gibt nur einen einzigen Gott. Fern von ihm, dass er einen Sohn habe! Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Allah genügt als Beschützer .
[173] Jesus ist nicht zu stolz, lediglich ein Diener Allahs sein zu wollen; die Engel sind es auch nicht, die Allah doch so nahe stehen. Wer aber zu stolz ist, Allahs Diener sein zu wollen, und sich hoffärtig aufbläht, den wird Allah einst am Tage des Gerichtes vor sich bringen.

Sure 17,71  [71] Und wir haben doch die Kinder Adams mit großen Vorzügen ehrenvoll ausgezeichnet, indem wir ihnen ihre Bedürfnisse zu Land und zu Wasser zuführten und sie mit allem Guten versorgten, und wir haben sie so vor manchen übrigen Geschöpfen bevorzugt.

Sure 23 [13] Wir erschufen einst den Menschen aus reinstem Lehm;
[14] dann machten wir ihn aus Samentropfen in einem sicheren Aufenthaltsort (im Mutterleib);
[15] dann machten wir den Samen zu geronnenem Blut (einer Blutmasse), und das geronnene Blut bildeten wir zu einem Stück Fleisch und dieses Fleisch wieder zu Knochen, und diese Knochen bedeckten wir wieder mit Fleisch, woraus wir dann ein neues Geschöpf  erstehen ließen. Lob sei darum Allah,dem herrlichsten Schöpfer!

Sure 38 [50] Dies sei eine Ermahnung. Wahrlich, die Frommen sollen einen herrlichen Aufenthalt haben,
[51] nämlich Edens Gärten, deren Pforten ihnen offen sind.
[52] Sie können sich dort niederlassen und Früchte und Getränke aller Art fordern.
[53] Neben ihnen werden Jungfrauen sein mit keuschen Blicken, alle gleichen Alters.
[54] Dies ist euch verheißen am Tage der Rechenschaft.
[55] Diese unsere Versorgung wird nie versiegen.

Sure 43 [60] Er (Jesus) ist nichts anderes als ein Diener, dem wir Gnade erzeigt und ihn als Beispiel für die Kinder Israels aufgestellt haben.

Sure 44 [52] Die Gottesfürchtigen aber kommen an einen sicheren Ort,
[53] in Gärten mit Wasserquellen,
[54] und sie werden sich, gekleidet in Seide und Samt, einander gegenübersitzen.
[55] So soll es sein, und wir werden sie mit schönen Jungfrauen vermählen, jede Haura mit großen schwarzen Augen.
[56] Dort können sie mit Gewissheit alle Arten von Früchten fordern,
[57] und außer dem (erlittenen) ersten Tode werden sie dort keinen Tod mehr kosten, und Allah hat sie befreit von der Höllenstrafe:
[58] Das ist die Gnade deines Herrn. Dies ist eine große Glückseligkeit.


—– Bibel —–

1.Mose 1.25 Und Gott machte die [wilden] Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.
1.26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen!
1.27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
1.28 und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie [euch] untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!

1. Mose 2.5 An dem Tag, als Gott, der HERR, Erde und Himmel machte, – noch war all das Gesträuch des Feldes nicht auf der Erde, [und] noch war all das Kraut des Feldes nicht gesprosst, denn Gott, der HERR, hatte es [noch] nicht auf die Erde regnen lassen, und [noch] gab es keinen Menschen, den Erdboden zu bebauen;
2.6 ein Dunst aber stieg von der Erde auf und bewässerte die ganze Oberfläche des Erdbodens,
2.7 – da bildete Gott, der HERR, den Menschen, [aus] Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.
2.8 Und Gott, der HERR, pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.

1.Mose 3.8 Und sie hörten die Stimme Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Bäumen des Gartens.
3.9 Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
3.10 Da sagte er: Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, weil ich nackt bin, und ich versteckte mich.
3.11 Und er sprach: Wer hat dir erzählt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen?

Galater 4.4 als aber die Fülle der Zeit kam, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, geboren unter Gesetz,
4.5 damit er die loskaufte, [die] unter Gesetz [waren], damit wir die Sohnschaft empfingen.
4.6 Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, der da ruft: Abba, Vater!
4.7 Also bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; wenn aber Sohn, so auch Erbe durch Gott.

Offenbarung 21.1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
21.2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.
21.3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein.
21.4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen.
21.5 Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.
21.6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.
21.7 Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein.

 

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