Jesus Gottes Sohn – 1.Joh. 2.23 wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

Jesus ist nach biblischer Aussage der Sohn Gottes. Und doch gibt es nur einen Gott. Im Neuen Testament begegnen wir Gott als Vater Sohn und Heiliger Geist. Aber auch im Alten Testament begegnen wir Gott auf dreierlei Weise. In der Theologie wird das Trinität genannt. Es ist der Versuch, das was man nicht wirklich verstehen kann in einen Begriff zu fassen, der biblische Aussagen verständlicher machen soll. Dieser Begriff wird vom Koran eindeutig abgelehnt.
Abgelehnt wird auch der Heilige Geist als Geist Gottes und Jesus als Sohn Gottes. Jesus wird als Prophet gesehen und der Heilige Geist als Engel gedeutet. Mit dieser Umdeutung bzw. Herabsetzung von Jesus und Heiligem Geist, wird  Gottes Heilshandeln in unnserer sündhaften Menschheitsgeschichte zu einer unlogischen verworrenen Erzählung mit Unterhaltungswert aber ohne wesentliche Auswirkung. Die folgenden Versausschnitte aus Bibel und Koran, sollen die nicht vereinbaren Wahrheiten  ein Stück aufzeigen.

—————— Verse aus der Bibel zu Jesus dem Sohn Gottes —————

  1.  1.Mose 1.2 Und die Erde war  wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
    • Der Geist Gottes über den Wassern kann als Heiliger Geist verstanden werden, den Jesus auch seinen Jüngern verhießen hat.
  2. 1. Mose  18.1 Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes saß.
    18.2 Und er hob seine Augen auf und sah: und siehe, drei Männer standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde
    18.3 und sagte: Herr, wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorüber!
    18.4 Man hole doch ein wenig Wasser, dann wascht eure Füße, und ruht euch aus unter dem Baum!

    •  Gott begegnet Abraham, aber Abraham sieht 3 Männer. Er spricht nur einen an, aber er dient allen dreien. Wir können Gott nicht sehen, wie er wirklich ist, darum gibt er sich uns auf unterschiedliche Weise zu erkennen.  Nur Jesus nahm Menschengestalt an, darum konnten seine Zeitgenossen ihm begegnen wie anderen Menschen auch.
  3. Jesaja 11.1 Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf Isais, und ein Schössling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen.
    11.2 Und auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht des HERRN;

    • Eine alttestamentliche Schriftstelle, die prophetisch auf Jesus hinweist.
  4. Jesaja 53.5 Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.
    53.6 Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen [eigenen] Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.

    • Eine weitere alttestamentliche Schriftstelle, die prophetisch auf Jesus hinweist. Jesus nimmt die Schuld auf sich, die wir eigentlich verdient haben und tragen müssten.
  5. Jesaja 59.20 Und ein Erlöser wird kommen für Zion und für die, die in Jakob [vom Treu]Bruch umkehren, spricht der HERR.
    59.21 Ich aber – dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, werden nicht aus deinem Mund weichen noch aus dem Mund deiner Nachkommen, noch aus dem Mund der Nachkommen deiner Nachkommen, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.

    • Eine weitere alttestamentliche Schriftstelle, die prophetisch auf Jesus hinweist.
  6. Prophet Hosea  13.4 Ich aber bin der HERR, dein Gott, vom Land Ägypten her: Einen Gott außer mir kennst du nicht, und es gibt keinen [andern] Retter als mich.
    • Es gibt keinen anderen Gott, das ist kein Widerspruch zu den anderen Bibelstellen.
  7. Matthäus 3.16 Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden [ihm] aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und auf ihn kommen.
    3.17 Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
  8. Matthäus 16.13 Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist?
    16.14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten.
    16.15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
    16.16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
    16.17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.

    • Jesus wurde auch nicht gleich von seinen Jüngern als Sohn Gottes erkannt. Gott hat Petrus diese Wahrheit offenbart. So wie Petrus dies Bekenntnis ausspricht, ist es nicht ein gelerntes Bibelwissen sondern etwas, das einer Gewissheit in seinem Herzen entspringt
  9. Matthäus  26.28 Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
    • Schuld kann bei Gott nur durch Blut getilgt werden, das heißt durch das Leben. Aber Jesus ist nicht nur gestorben, sondern auch auferstanden. Die an ihn glauben, sind mit ihm gestorben zur Tilgung ihrer Schuld und mit ihm geistlich auferstanden zu einem neuen Leben.
  10. 1. Brief des Johannes 2.22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
    2.23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.

    2.25 Und dies ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben.
    2.26 Dies habe ich euch im Blick auf die geschrieben, die euch verführen.
    2.27 Und ihr! Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehre, sondern wie seine Salbung euch über alles belehrt, so ist es auch wahr und keine Lüge; und wie sie euch belehrt hat, so bleibt in ihm.

    • Nur wer die Wahrheit oder ein Geschehen kennt, kann dies leugnen. Viele Menschen sind unwissend, weil sie keine Lehre durch Predigt oder Lesen der Bibel empfangen haben. Wer aber eine Lehre empfangen hat, muss sich entscheiden, ob er sich zu Jesus bekennt oder ihn leugnet.
      Wer nur durch den Koran eine Lehre empfangen hat, ist über Jesus als Sohn Gottes noch unwissend. Aber die Lehre des Korans versucht ihn daran zu hindern, die Lehre der Bibel aufzunehmen und mit einem offenen Herzen zu prüfen.
      Jedem, der durch eine religiöse Lehre einem Diktat der Unwissenheit unterliegt, möchte ich ermutigen, sich diesem Diktat nicht zu unterwerfen, sondern selbst die Wahrheit der Bibel zu prüfen.

———— Verse aus dem Koran zu Jesus nur als Diener Allahs und Prophet ————

  1. Sure 2 [88] Wir offenbarten bereits Moses die Schrift, ließen ihm noch andere Boten folgen, wir rüsteten Jesus, den Sohn Marias, mit überzeugender Wunderkraft aus und gaben ihm den heiligen Geist 20  ((20) Darunter versteht der Moslem den Engel Gabriel, der mit Offenbarungen Allahs – auf sein Gebot – den auserwählten Menschen erscheint )
    ….
    [90] Als nun diese Schrift (der Koran) ihnen von Allah gegeben worden war, welche die frühere bestätigte, … ,wollten sie jetzt diese Schrift, als sie kundgetan war, leugnen. Allahs Fluch daher auf diese Ungläubigen!
    [91] Für nichts haben sie ihre Seelen verkauft: Sie leugnen die Offenbarung Allahs nur aus Neid darüber, dass Allah seine Diener nach Gefallen wählt  und diesen sich in seiner Huld offenbart. Zorn auf Zorn kommt so über sie. Schmähliche Strafe trifft die Ungläubigen.

    • Diese Verse sind eigentlich verwirrend:
      – Die Mose gegebenen Schriften sind wahr und werden durch den Koran bestätigt.
      – trotzdem sind die, die an sie glauben Ungläubige, auf denen Allahs Fluch liegt.
    • Allah wählt seine Diener nach Gefallen. Das bedeutet, ich weiß bis zum Schluss nicht, ob ich Allah gefalle.
      In der Bibel ist Gott auch souverän, aber weil er die Menschen vom Beginn der Schöpfung liebt, hat er bei verschiedenen Ereignissen einen Bund mit Menschen geschlossen.
      Einen grundlegenden Bund hat er mit Abraham geschlossen:
        1.Mose 12,1 Und der HERR sprach zu Abram …
      (3) Ich will segnen, die dich segnen, und  verfluchen, die dich verfluchen;
      und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter
      auf Erden.
      Dies Worte gehören zu dem Bund Gottes mit Abraham. Sie gelten zunächst für Isaak und seine Nachkommen und dann für alle Menschen.
      Der Gott der Bibel ist ein treuer Gott, darum bleibt ein Bund, den er schließt, immer bestehen. Wegen der Schuld der Menschen, gibt es immer wieder Zeiten des Gerichts, trotzdem bleibt der Bund bestehen. Hier ist ein entscheidender Unterschied zwischen Allah und dem Gott der Bibel.
  2. Sure 2 [117] Es sagen einige: Allah habe einen Sohn gezeugt. – Erhaben ist er darüber, fern ist ihm dies.

    • Diese Aussage wird immer wieder im Koran wiederholt. Warum?
      Wenn Jesus doch der Sohn Gottes ist, sind alle Grundaussagen des Koran eine Täuschung. Was ist der Gott der gesamten Schöpfung und der Gott Abrahams.
      – Allah bleibt unberechenbar aber doch brmherzig,
          die Schuld der Gläubigen wird nicht abgetragen.  
          die Schuld der Gläubigen kann vergeben werden.
      – Der Gott der Bibel hat Bündnisse mit den Menschen geschlossen und er ist treu.
         die Schuld der an Jesus Gläubigen ist durch sein stellvertretendes Opfer abgetragen.
         die Schuld der an Jesus Gläubigen ist deswegen bereits vergeben.
  3. Sure 3 [43] Und die Engel sprachen: Maria, Gott hat dich erkoren, gereinigt und bevorzugt vor allen Frauen der ganzen Welt.

    [46] Die Engel sprachen ferner: 0 Maria, Gott verkündet dir das (fleischgewordene) Wort. Sein Name wird sein Messias Jesus, der Sohn der Maria. Herrlich wird er in dieser und in jener Welt sein und zu denen gehören, denen des Herrn Nähe gewährt wurde.

    [48] Maria erwiderte: Wie soll ich einen Sohn gebären, da mich ja kein Mann berührte? Der Engel antwortete: Der Herr schafft, was und wie er will; wenn er irgend etwas beschlossen hat und spricht: „Es werde!“, – dann ist es.
    [49] Er wird ihn auch in der Schrift und Erkenntnis, in der Thora und dem Evangelium unterweisen,
    [50] und ihn zu den Kindern Israels senden …

    • Diese Verse über Maria stimmen inhaltlich weitgehend mit dem Neuen Teatament überein:
      Erstaunlich, es wird die unbefleckte Empfängnis beschrieben.
      Trotzdem ist Jesus nicht Allahs Sohn. Allah ist nicht Gott und würde sich selbst verleugnen, wenn er Jesus als Sohn anerkennen würde. Und er kann es auch nicht, denn Allah hat wirklich Jesus nicht als Sohn, denn er ist nicht Gott.
      Eigentlich ist dies ein Offenbarungseid Allahs, dass er kein Gott ist, der die Welt von der Sünde erlösen und wirklich befreien und zu einem Frieden führen kann.
  4. Sure 4 [158] Auch weil sie (die Schriftbeitzer)  gesagt haben: „Wir haben den Messias, den Jesus, Sohn Marias, den Gesandten Allahs, getötet.“
    [158] Sie haben ihn aber nicht getötet und nicht gekreuzigt, sondern einen anderen, der ihm ähnlich war . In der Tat sind die verschiedenen Ansichten hierin nur Zweifel, weil sie keine bestimmte Kenntnis haben, sondern nur vorgefassten Vermutungen folgen.
    [159] Sie haben ihn aber nicht wirklich getötet, sondern Allah hat ihn zu sich erhoben; denn Allah ist allmächtig und allweise.
    [160] Aber vor seinem Tode wird jeder der Schriftbesitzer an ihn glauben (da Jesus vor seinem Tod nach seiner Wiederkunft den Antichrist erschlagen haben wird); er wird am jüngsten Tage wider sie zeugen.

    • Was hier über Jesus steht, widerspricht den biblischen Überlieferungen. Der Prozess und die Kreuzigung Jesu waren öffentliche Vorgänge, die dokumentiert sind. Ein Vertauschen Jesu mit einer anderen Person ist ausgeschlossen. Die Auferstehung wird mit den Worten „Allah hat ihn zu sich erhoben“ beschrieben. Warum das Ganze so geschehen sein soll, wird nicht erklärt.  In all dem was in diesen Versen beschrieben wird, kann ich keinen Sinn erkennen, vor allem keinen Sinn, der erklärt, warum es in einem heiligen Buch dem Koran beschrieben wird.  
  5. Sure 4 [172] Ihr Schriftbesitzer, überschreitet nicht die Grenzen eurer Religion und sagt nichts anderes von Allah, als was wahr ist. Wahrlich, der Messias Jesus, der Sohn Marias, ist ein Gesandter Allahs, und das Wort, das er Maria niedersandte, eine Erfüllung Allahs und sein Geist. Glaubt daher an Allah und seinen Gesandten, sagt aber nichts von einer Dreiheit. Vermeidet das, und es wird besser um euch stehen.
    [172] Es gibt nur einen einzigen Gott. Fern von ihm, dass er einen Sohn habe! Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Allah genügt als Beschützer.

    • Jesus wird als Messias und Gesandter anerkannt, aber was sein Auftrag oder sein Dienst war, wird nicht erläutert.

      ———— Zusammenfassung —————————–

Der Koran bestätigt frühere Schriften, das Alte und das Neue Testment. Trotzdem werden die Schriftbesitzer als Ungläubige bezeichnet, weil sie etwas Falsches glauben. Wie es dazu kommen konnte bleibt unklar. Es gibt ja viele Schriftfunde, die sich kaum unterscheiden.  Wenn man Bibel und Koran nicht verfälschen oder beliebig umdeuten will, sind sie insbesondere in der Darstellung Jesu unvereinbar:

  • Im Koran wird Jesus oft direkt oder indirekt erwähnt, aber von seiner Botschaft wird nichts Bedeutendes gesagt.
  • Das was im Koran über Jesus geschrieben steht, verneint letzlich den Auftrag, den Gott ihm gegeben hat.
  • Im Koran vergibt Allah wem er gnädig ist. Das bedeutet Schuld wird vergessen aber nicht beglichen und wiedergutgemacht.
  • In der Bibel kann Schuld nicht einfach vergessen werden, sie muß getragen und beglichen werden. Das geschieht dann, wenn ich meine Schuld bekenne und das stellvertretende Opfer Jesu am Kreuz annehme.

Jedem, der hier keine persönliche Klarheit hat, empfehle ich Gott mit offenem Herzen zu suchen. Es kann eine Zeit dauern oder auch schnell geschehen, aber er wird sich finden lassen, auf eine Weise, wie es dem Suchenden entspricht.

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